Umgang mit Microsoft Windows (c) 2006 Fabian M. Suchanek http://www.mpi-inf.mpg.de/~suchanek/personal -> Texte -> Windows Dieses ist ein Ueberblick ueber einige grundlegenden Funktionen von Microsoft Windows. Durch das Weiterlesen akzeptiert der Leser, dass der Autor keinerlei Verantwortung fuer die Richtigkeit oder Vollstaendigkeit dieses Textes uebernimmt. Allgemein zu diesem Text: * Wenn von einem "Klick" die Rede ist, so ist ein kurzer Klick mit der linken Maustaste gemeint, soweit nicht anders angegeben * Oft kann man einen Befehl nicht nur mit der Maus ausfuehren, sondern auch mit der Tastatur. Im Text steht dann sowas wie "ALT+F4". Wie man diese Tastenkombinationen versteht, steht im letzten Absatz dieses Textes. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Fenster ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Jedes Programm laeuft in einem sogenannten Fenster (Rechteck mit blauer Leiste am oberen Rand). Wannimmer ein Programm laeuft, wird es auch in der Taskleiste angezeigt (das ist die Leiste ganz unten am Bildschirm, in der auch das Start-Symbol ist). Es koennen mehrere Programme gleichzeitig laufen. Dann werden sie alle in der Taskleiste angezeigt. Von gleichzeitig laufenden Programmen ist immer hoechstens eines "aktiv" (die obere Leiste des Fensters ist blau, das Symbol in der Taskleiste ist hervorgehoben) und die anderen sind im Hintergrund (die Leiste des Fensters ist grau). Oft werden die Fenster der im Hintergrund laufenden Programme durch das aktive Programm verdeckt, sodass sie gar nicht sichtbar sind. Sie laufen aber trotzdem. Wenn gar keine Programme laufen, wird die Standardoberflaeche von Windows sichtbar, die sogenannte Arbeitsoberflaeche (Desktop). Mit Fenstern kann man verschiedene Dinge anstellen: * Man kann sie schliessen (Klick auf das X in der oberen Leiste oder ALT+F4). Dadurch wird das Programm beendet. * Man kann sie "minimieren" (Klick auf das _ in der oberen Leiste) Dadurch verschwindet das Fenster, obwohl das Programm noch weiter laeuft. Man bekommt das Fenster wieder, indem man auf das Symbol in der Taskleiste klickt (ALT gedrueckt halten, TAB). * Man kann zwischen gross und klein wechseln (Klick auf die zwei Rechtecke in der oberen Leiste). Dadurch nimmt das Fenster entweder den ganzen Bildschirm ein (wenn es klein war) oder es verkleinert sich (wenn es vorher den ganzen Bildschirm eingenommen hat). * Man kann es herumschieben (Klick auf die obere Leiste, Maus gedrueckt halten und herumschieben). Das funktioniert nur, wenn das Fenster nicht den ganzen Bildschirm einnimmt. Durch das Herumschieben kann man die Fenster der im Hintergrund laufenden Programme sehen. * Man kann seine Groesse aendern (Klick auf untere rechte Ecke, Maus gedrueckt halten und ziehen). Das funktioniert nur, wenn das Fenster nicht den ganzen Bildschirm einnimmt. * Man kann es aktivieren (Klick auf das entsprechende Symbol in der Taskleiste oder ALT gedrueckt halten, dann TAB druecken). Selbst wenn alle Fenster minimiert sind, laufen die Programme weiter und man kann sie in den Vordergrund holen. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Das Menue ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Jedes Fenster hat ein Menue (das ist die Zeile unter der oberen blauen Leiste). Das Menue enthaelt Befehle, mit denen man das Programm anweisen kann, bestimmte Sachen zu tun (E-Mails abholen, einen neuen Order machen, den Text speichern usw.). Diese Befehle sind gruppiert. Die Gruppen sind in der oberen Leiste aufgefuehrt und heissen ueblicherweise: * Datei (enthaelt Befehle, die die momentan geoeffnete Datei betreffen oder eine neue Datei oeffnen) * Bearbeiten (meistens Veraendern des Texts im Fenster) * Ansicht (hier kann man auswaehlen, auf welche Art das Programm die Information anzeigen soll. Eine Auswahl veraendert aber nicht die angezeigten Dateien oder den Text! Es wird bloss anders angezeigt) * Fragezeichen (Hilfe) Um einen Befehl auszuwaehlen, klickt man auf den Gruppennamen (zB "Datei") und dann auf den entsprechenden Befehl. Alternativ kann man den Befehl auch ueber die Tastatur ausfuehren: Um die Gruppe zu oeffnen, drueckt man ALT+ den unterstrichenen Buchstaben der Gruppe (z.B. "d" fuer "Datei"). Wenn die Menuegruppe aufgeht, kann man mit den Pfeiltasten und ENTER den Befehl auswaehlen. Alternativ drueckt man den unterstrichenen Buchstaben des Befehls (z.B. "s" fuer "Speichern"). Oft steht neben dem Befehl noch eine Tastenkombination (zB. "STRG+S" bei "Speichern"). Wenn man sich diese Tastenkombination merkt, kann man den Befehl auch ausfuehren, ohne das Menue zu oeffnen. Steht nach dem Befehl im Menue eine Ellipse ("..."), so wird sich ein Dialogfenster oeffnen, auf dem weitere Angaben gemacht werden koennen. ZB kann man beim "Speichern unter..." den neuen Datei-Namen angeben. Ist keine Ellipse da, so wird der Befehl ohne weitere Rueckfrage ausgefuehrt (zB. "Schliessen", wenn die Datei gespeichert war). Will man die Menuegruppe schliessen, ohne etwas auszuwaehlen, so klickt man einfach woanders hin (mit der Tastatur: ESC um die Menuegruppe zu schliessen, nochmal ESC um aus dem Menue raus zu kommen). Oft ist unter dem Menue eine Leiste mit Symbolen. Diese Symbole sind lediglich Abkuerzungen fuer die Befehle in den Menues. Wenn man mit der Maus auf ein Symbol zeigt und wartet, verraet ein gelber Hilfetext, wozu das Symbol gut ist. Alle Dinge, die man in einem Programm anstellen kann, sind im Menue aufgefuehrt. Es wuerde den Rahmen dieses Textes sprengen, alle Befehle aller gaengigen Programme zu beschreiben. Es wird daher empfohlen, das Menue eines Programms mal systematisch durchzugucken. Insbesondere wenn man ein Programm startet, welches man vorher noch nie gesehen hat, hilft ein Blick in das Menue, um herauszufinden, was das Programm alles kann. Solange man lediglich die Befehle anguckt, kann man auch nichts dabei falsch machen. In der Hilfe eines Programms sind ueblicherweise auch alle Befehle beschrieben. Das Start-Menue ist ein besonderes "Menue". Man oeffnet es durch Klick auf das Start-Symbol unten links (oder mit der Windows-Taste). Das Start-Menue enthaelt als Befehls-Gruppen (je nach Windows-Version): * Programme/Alle Programme (alle auf dem Computer vorhandenen Programme, wie zB. Word) * Dokumente (die zuletzt verwendeten Dokumente) * Einstellungen (konfiguriert das System) * Suchen (sucht nach Dateien) * Hilfe (startet die Windows-Hilfe) * Beenden (faehrt den Computer herunter) Im gesamten Start-Menue genuegen einfache Mausklicks mit der linken Maustaste. Man schreibt zB "Start -> Hilfe" wenn man meint, dass man zunaechst auf Start klicken soll und dann auf Hilfe. Bevor der Computer ausgeschaltet wird, sollte auf jeden Fall "Start -> Beenden" geklickt werden! ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Objekte ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Unter Windows sind alles Objekte: Fenster sind Objekte, Woerter in Texten sind Objekte, Symbole auf dem Desktop sind Objekte, Emails in Outlook sind Objekte und Dateien in Ordnern sind Objekte. Mit diesen Objekten kann man verschiedene Sachen anstellen: Man kann sie zum Beispiel verschieben, aktivieren oder loeschen. Die Dinge, die man mit dem jeweiligen Objekt anstellen kann, sind im sogenannten Kontextmenue des Objekts aufgefuehrt. Das Kontextmenue bekommt man angezeigt, wenn man mit der rechten Maustaste auf das Objekt klickt (alternativ kann man die Kontexttaste druecken, das ist die unten rechts neben der Leertaste mit der Liste und dem Pfeil). Im Kontextmenue kann man eine Handlung auswaehlen, die man gerne mit dem Objekt machen moechte. Beispiele: * Markierte Textteile koennen ausgeschnitten, kopiert oder geloescht werden. * EMails koennen verschoben, geoeffnet, als ungelesen markiert oder geloescht werden. * Dateien koennen geoeffnet, umbenannt, kopiert oder geloescht werden. * Fenster (Kontextmenue durch Rechtsklick auf obere Leiste oder ALT+LEERTASTE) koennen geschlossen, verschoben oder minimiert werden. Anwendungsbeispiel 1: Man klicke eine Datei (zB in "Eigene Dateien") mit der rechten Maustaste an. Das Kontextmenue oeffnet sich. Nun waehlt man zB "umbenennen" (Klick mit der linken MAustaste). Nun kann man der Datei einen neuen Namen geben. Anwendungsbeispiel 2: Man oeffne Wordpad (Start -> Programme/Alle Programme -> Zubehoer -> Wordpad). Man tippe ein paar Woerter und "markiere" sie (d.h. man bewegt den Mauszeiger an den Anfang des Textes, drueckt die linke Maustaste und zieht den Zeiger ueber den Text). Jetzt ist der markierte Text ein Objekt. Er hat ein Kontextmenue (rechte Maustaste auf den Text klicken). Im Kontextmenue steht, welche Dinge man mit dem Objekt anstellen kann. Bei Text zB. kann man die Schriftart aendern. Alle anderen Objekte (Mails usw.) verhalten sich aehnlich. Das Kontextmenue entspricht meist grob der Menuegruppe "Bearbeiten". Oft haben Kontextmenues den ersten Eintrag fett gedruckt. Dann ist dies der "Standard-Befehl". Bei Dateien zB. ist der Standard-Befehl "Oeffnen" (weil das, was man am haeufigsten mit Dateien macht, nicht umbenennen oder kopieren ist, sondern oeffnen). Wenn man den Standard-Befehl ausfuehren moechte, kann man das Objekt auch mit der linken Maustaste schnell nacheinander 2-mal anklicken (der gefuerchtete "Doppelklick"). ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Die Zwischenablage ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Windows verfuegt ueber eine Art Notiz-Zettel, die sogenannte Zwischenablage. Mit der Zwischenablage kann man 3 Sachen machen: * Man kann eine Kopie von einem Objekt (Datei, markierten Text, E-Mail oder sonstwas) in die Zwischenablage tun. Der Befehl dafuer heisst (im Kontextmenue) "Kopieren" (copy, STRG+C). * Man kann ein Objekt komplett in die Zwischenablage verschieben. Der Befehl heisst "Ausschneiden" (cut, STRG+X). Dann ist das Objekt in der Zwischenablage und nicht mehr da, wo es vorher war. * Man kann eine Kopie von einem Objekt, welches sich in der Zwischenablage befindet, an beliebiger Stelle einfuegen. Dazu oeffnet man das Kontextmenue ohne ein Objekt (rechter Mausklick an eine freie Stelle) und waehlt "Einfuegen" (paste, STRG+V). Die Zwischenablage dient dazu, Objekte an andere Stellen zu verschieben (erst ausschneiden, dann an anderer Stelle einfuegen) oder zu duplizieren (erst kopieren, dann an anderer Stelle einfuegen). Man kann die unterschiedlichsten Objekte in die Zwischenablage tun: Dateien, Textteile oder E-Mails. Die Objekte, die man in die Zwischenablage tun kann, haben die entsprechenden Befehle im Kontextmenue. Am haeufigsten wird die Zwischenablage jedoch fuer Text verwendet. Dazu wird der Text zunaechst markiert (linke Maustaste druecken, gedrueckt halten und ueber den Text ziehen) und dann das Kontextmenue des markierten Textes geoeffnet. Dann kann man den Text wie oben beschrieben ausschneiden, kopieren oder einfuegen. Man sollte die Markierung danach schnellstmoeglich wieder entfernen (Linksklick oder Pfeiltaste), weil sonst folgende Tastatureingaben den markierten Text ueberschreiben. Bei der Zwischenablage ist zu beachten: * Die Zwischenablage ist unsichtbar. Man muss sich also merken, was man in die Zwischenablage getan hat. * Wenn bereits ein Objekt in der Zwischenablage ist und man ein weiteres hineintut, wird das vorherige geloescht. Es ist also immer nur ein Objekt in der Zwischenablage. Dass das vorherige geloescht wird, ist nicht weiter schlimm, wenn es durch "Kopieren" in die Zwischenablage gekommen ist. Dann wird ja nur die Kopie geloescht. Wenn es durch "Ausschneiden" in die Zwischenablage gekommen ist, ist es allerdings futsch. * Man kann ein Objekt beliebig oft einfuegen, da ja jeweils nur eine Kopie eingefuegt wird. Wenn man also einen Text 10-mal schreiben moechte, genuegt es, den Text einmal zu schreiben, zu markieren, zu kopieren und 9-mal einzufuegen. Anwendungsbeispiel: Man oeffne Wordpad (Start -> Programme/Alle Programme -> Zubehoer -> Wordpad) und tippe ein paar Woerter. Man markiere sie (linke Maustaste druecken, gedrueckt halten und ueber den Text ziehen) und oeffne das Kontextmenue (rechte Maustaste). Man waehle "Kopieren". Jetzt ist der Text (unsichtbar) in der Zwischenablage. Man klicke mit der rechten Maustaste unter den Text (nicht auf den Text!). Im aufpoppenden Kontextmenue waehle man "Einfuegen". Jetzt wurde eine Kopie der Zwischenablage eingefuegt und man hat den Text 2-mal. Vorsicht: "Einfuegen" ist der einzige Befehl, bei dem man nicht das Kontextmenue eines Objekts oeffnet, sondern das Kontextmenue an einer freien Stelle aufmacht. Wenn man versehentlich Text markiert und dann in dessen Kontextmenue "Einfuegen" waehlt, wird der markierte Text mit dem Text aus der Zwischenablage ueberschrieben. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Das Dateisystem ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Information auf dem Computer befindet sich immer in sogenannten "Dateien". Beispiele fuer Dateien sind Bilder, MP3-Musikstuecke, Word-Dokumente oder HTML-Dokumente. Eine Datei hat einen Namen (den "Dateinamen") und ist auf einem "Datentraeger" gespeichert. Der Datentraeger kann entweder die Festplatte des Computers sein oder eine Diskette, eine CD, eine DVD oder ein Memorystick. Alle diese Datentraeger sind nach demselben Schema aufgebaut: Wenn sie am Computer dran oder drin sind, bekommen sie einen Buchstaben zugewiesen (den "Laufwerksbuchstaben"). Meist ist die Festplatte "C:", das Diskettenlaufwerk "A:" und das CD-Laufwerk "D:". Wenn man auf dem Desktop auf "Arbeitsplatz" doppelt klickt, werden alle angeschlossenen Datentraeger angezeigt. Auf dem Datentraeger gibt es "Ordner". Ein Ordner kann Dateien enthalten oder andere Ordner. Dadurch kann man seine Dateien strukturieren. Beispielsweise kann man seine Fotos wie folgt ordnen: Order Fotos Unterordner 2005 Unterunterordner Kanada (fuer den Kanada-Urlaub 2005) Unterunterordner Australien Unterunterordner Bali Unterordner 2006 Unterunterordner Kanada (fuer den Kanada-Urlaub 2006) Unterunterordner USA ... Man kann Ordner oeffnen, indem man in "Arbeitsplatz" den Datentraeger doppelt anklickt und dann die jeweiligen Ordner. (Alternativ kann man im Kontextmenue den Standard-Befehl "Oeffnen" waehlen oder ENTER druecken.) Es gibt einen besonderen Ordner namens "Eigene Dateien" auf der Festplatte. Hier sollte man seine Dateien speichern. Da der Ordner ungluecklicherweise ziemlich tief in anderen Ordnern auf der Festplatte versteckt ist, gibt es auf dem Desktop eine "Abkuerzung": Wenn man auf das Symbol "Eigene Dateien" doppelklickt, landet man direkt in diesem Ordner. Man kann neue (Unter-)Ordner erstellen, indem man im Menue auf "Datei" klickt, dann auf "Neu" und dann auf "Ordner". Dateien sind Datenbloecke. Sie bestehen physikalisch aus digitalen Zeichen (Bits) auf der Festplatte. Jegliche Daten (Musik, Bilder, ausfuehrbare Dateien etc.) werden in diese Zeichen verschluesselt und so auf der Festplatte gespeichert. Da alle Dateien so eigentlich die gleiche Form haben (naemlich eine Folge von Zeichen), muss man natuerlich wissen, was fuer Daten eine Datei enthaelt (ob eine Datei z.B. ein Word-Dokument ist oder verschluesselte Musik, was also der "Dateityp" ist). Dieses wird mit Hilfe der sogenannten "Erweiterung" bewerkstelligt. Das ist ein Punkt mit 3 Buchstaben, den man dem Dateinamen anhaengt. So enden beispielweise die Dateinamen von Bilddateien alle auf ".JPG" und Word-Dokumente enden alle auf ".DOC". Windows weist ausserdem jedem Dateityp verschiedene Icons (Bildchen) zu (z.B. eine kleine Note fuer Musikdateien oder ein "W" fuer Word-Dokumente). Um die Daten nun wieder benutzbar zu machen, muessen die Zeichen durch das entsprechende Programm wieder entschluesselt werden. Beispielsweise sind DOC-Dateien nur brauchbar, wenn sie von Microsoft Word angezeigt werden. JPG-Dateien sind nur brauchbar, wenn sie von einem Bild-Programm (wie zB Start -> Programme/Alle Programme -> Zubehoer -> Paint). Um also eine Datei anzuzeigen, muss man das entsprechende Programm starten und es bitten, die Datei anzuzeigen. Das geschieht einfach durch Doppelklick auf die Datei (oder ENTER oder der Standard-Befehl "Oeffnen" im Kontextmenue). Manchmal hat man Pech und man besitzt das entsprechende Programm nicht (zB fuer PDF-Dateien oder PS-Dateien). Dann ist die Datei fuer einen wertlos, da die Zeichen nicht entschluesselt werden koennen. Man muss sich also zunaechst das Programm fuer diesen Dateityp besorgen. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Tastenkombinationen ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Man kann unter Windows alles, was man mit der Maus machen kann, prinzipiell auch mit der Tastatur machen. Das geht meist viel schneller. Oben im Text sind bereits ein paar Tastaturkuerzel angegeben. Es gibt folgende Tasten: * ganz links oben ist die Escapetaste (ESC). Damit bricht man den momentanen Vorgang ab. * es folgen 12 Funktions-Tasten (F1 bis F12). Sie kuerzen spezielle Befehle ab. * es gibt natuerlich alle Buchstaben a-z, alle Ziffern 0-9 und die Leertaste (LEERTASTE oder SPACE) unten in der Mitte. * die Taste links aussen mit den 2 Pfeilen heisst Tabulator (TAB). Damit wechselt man zwischen Komponenten eines Fensters. * direkt dadrunter ist die CapsLock-Taste (CAPSLOCK), mit der man permanent auf Grossbuchstaben umstellen kann (von "Capital Letter Lock"). * direkt dadrunter die SHIFT-Taste (SHIFT), mit der man einen Buchstaben gross schreiben kann. Es gibt eine genau funktionsgleiche SHIFT-Taste rechts auf der Tastatur. * direkt drunter die Steuerungstaste (STRG, Control-Taste oder CTRL), meist auch nochmal rechts neben der Leertaste. * links von der Leertaste die ALT-Taste (ALT, Alternate) und rechts daneben die ALTGR-Taste. * links neben der Leertaste ebenfalls die Windows-Taste (WINDOWS, mit Windows-Logo). Damit kann man das Startmenue aufmachen. * rechts neben der Leertaste die Kontext-Taste (KONTEXT, mit der Liste und dem Pfeil drauf). Sie oeffnet das Kontextmenue. * rechts oben die Backspace-Taste (BACKSPACE, die Taste mit dem langen Pfeil nach links). Backspace loescht das Zeichen links vom Cursor. * dadrunter die ENTER-Taste (ENTER, die Taste mit gehakten Pfeil nach links). ENTER waehlt etwas aus, fuehrt etwas aus oder beginnt eine neue Zeile. * auf Laptops gibt es meist unten links eine Funktionstaste (FN) und rechts oben eine NUM-Taste. * Rechts neben dem Buchstabenteil der Tastatur gibt es meist einen Block mit den Pfeiltasten und Bild auf und ab (Bewegen des Cursors). Ebenso dort Einfuegen (EINFG, Insert oder INS, wechselt zwischen Einfuegen und Uberschreiben), Entfernen (ENTF, DEL, loescht ein Objekt), Anfangstaste (Pos1, HOME) und Endetaste (END, Ende). Wenn eine Tastenkombination angegeben ist, so bedeutet ein Pluszeichen (+), dass die erste Taste gedrueckt und gehalten wird, und dann die zweite Taste gedrueckt wird. Dann laesst man zunaechst die zweite Taste los und dann die erste. ZB. drueckt man fuer ALT+D erst ALT, haelt es, drueckt "d", laesst "d" los und dann ALT. Kommt in der Tastenkombination ein Buchstabe vor (zB ALT+D), so wird der Buchstabe oft gross geschrieben, obwohl man die Taste einfach ohne SHIFT betaetigt. Sind auf einer Taste mehrere Zeichen angegeben, so erhaelt man das obere durch SHIFT+Taste. Das rechte untere Zeichen erhaelt man durch ALTGR+Taste. Das andersfarbige Zeichen (auf Laptops) erhaelt man durch FN+Taste. Es gibt meist 3 "Modustasten", mit denen man einen bestimmten Modus entweder einschaltet oder durch nochmaliges Druecken wieder ausschaltet: * CAPSLOCK (Grosschreibmodus, alle Buchstaben werden gross geschrieben) * Einfuegen (INS, wechselt in den Ueberschreibmodus. Im Ueberschreibmodus wird der vorhandene Text geloescht, wenn man neuen Text tippt) * NUM (Zahlenmodus auf Laptops, eingestellt meist durch FN+NUM. Im Zahlenmodus machen die Buchstaben u,i,o,j,k,l,m Zahlen statt Buchstaben). Meistens ist der jeweilige Modus unerwuenscht und wird versehentlich eingestellt. Dann hilft ein nochmaliges Druecken der entsprechenden Taste, um den Modus wieder auszuschalten. Nun zu den Tastenkombinationen: ---------- Bewegen des Cursors Pfeil nach rechts, links, oben, unten (bewegt Cursor) Bild auf oder ab (bewegt Cursor um eine Seite hoch oder runter) Pos1 oder Ende (bewegt Cursor an den Anfang der Zeile oder ans Ende) STRG+Pfeil rechts/links (bewegt den Cursor um ein Wort nach rechts oder links) STRG+Pos1 (bewegt den Cursor an den Anfang der Datei) STRG+Ende (bewegt den Cursor ganz ans Ende der Datei) SHIFT gedrueckt halten und Cursor bewegen (markiert den Text) ---------- Bearbeiten ENTF (loescht das Objekt oder das Zeichen rechts vom Cursor) BACKSPACE (loescht das Zeichen links vom Cursor) INS (wechselt zwischen Ueberschreiben und Einfuegen) STRG+BACKSPACE (loescht das Wort links vom Cursor) STRG+C (Kopieren) STRG+X (Ausschneiden) STRG+V (Einfuegen) STRG+Z (letzte Textoperation rueckgangig machen, sehr nuetzlich!) STRG+A (Alles markieren) KONTEXT (oeffnet das Kontextmenue) ----------- Fenster ALT+F4 (momentanes Programm beenden) ALT+LEERTASTE (Kontextmenuer fuer das Fenster) STRG+F4 (aktuelles Dokument in Programmen schliessen, in denen mehrere Dokumente gleichzeitig geoeffnet sein koennen) ALT+TAB (zwischen geoeffneten Fenstern wechseln, ALT gedrueckt halten um weiter zu wechseln) ALT+ESC (zwischen Fenstern in der Reihenfolge umschalten, in der sie geoeffnet wurden) STRG+ESC oder WINDOWS (Startmenue anzeigen) WINDOWS+D (Desktop anzeigen) WINDOWS+M (Minimiert alle Fenster) WINDOWS+SHIFT+M (Stellt die minimierten Fenster wieder her) WINDOWS+E (Arbeitsplatz oeffnen) WINDOWS+F (Eine Datei oder einen Ordner suchen) WINDOWS+F1 (Zeigt die Windows-Hilfe an) ----------- Menues ALT+unterstrichener Buchstabe in einem Menuegruppennamen (oeffnen) Unterstrichener Buchstabe eines Befehlsnamens in einer geoeffneten Menuegruppe (entsprechenden Befehl ausfuehren) Pfeiltasten (Menuegruppen oder Befehle wechseln) ESC (Menuegruppe schliessen) ----------- Dialogfenster STRG+TAB (Vorwaerts durch die Registerkarten bewegen) STRG+SHIFT+TAB (Rueckwaerts durch die Registerkarten bewegen) TAB (Vorwaerts durch die Optionen bewegen) SHIFT+TAB (Rueckwaerts durch die Optionen bewegen. ALT+unterstrichener Buchstabe (Entsprechenden Befehl ausfuehren oder entsprechende Option auswaehlen) ENTER (Befehl fuer die aktive Option oder Schaltflaeche ausfuehren) LEERTASTE (Kontrollkaestchen aktivieren oder deaktivieren, wenn die aktive Option ein Kontrollkaestchen ist) Pfeiltasten (Eine Schaltflaeche auswaehlen, wenn die aktive Option eine Gruppe von Optionsschaltflaechen ist) F1 (Hilfe anzeigen) F4 (Elemente in der aktiven Liste anzeigen) BACKSPACE (einen Ordner auf der naechsthoeheren Ebene oeffnen, wenn im Dialogfeld Speichern unter oder Oeffnen ein Ordner ausgewaehlt ist)