Zusammenfassung Geschichte (c) 1999 F.M.Suchanek Dieses ist die Zusammenfassung des Oberstufen-Kurses Geschichte von Michael Griessl an der Marienschule Lippstadt 1999. Durch das Weiterlesen akzeptiert der Leser, dass der Autor keinerlei Verantwortung fuer die Richtigkeit oder Vollstaendigkeit dieser Zusammenfassung uebernimmt. #DEFINE BRD "Deutschland heute" #DEFINE D "Deutschland" #DEFINE E "Spanien" #DEFINE GB "Grossbritannien" #DEFINE F "Frankreich" #DEFINE H "Ungarn" #DEFINE PL "Polen" ------------------------------------------------------------------------------ DIE FRANZOESISCHE REVOLUTION ------------------------------------------------------------------------------ -------- Vorraussetzungen ----------------- 1. Stand, Klerus: * 0.5% der Bevoelkerung; * hoehere Geistlichkeit <> Pfarrer mit bescheidenem Leben; * Einkuenfte aus Zehntem und Grundbesitz; * uebernimmt soziale & kirchliche Aufgaben; 2. Stand, Adel: * 1.5% der Bevoelkerung; * Hofadel lebt in Luxus, Landadel bescheiden; * hoehere Aemter sind Adel vorbehalten; * wenig Steuern, Vorrechte, eigene Gerichte; * uebernimmt Armee und Verwaltung; 3. Stand: * 98% der Bevoelkerung; * keine Mitbestimmung; * traegt alle wirtschaftliche und finazielle Last; * Grossbuergertum: Bankiers, Grosshaendler &c; will Aufstieg in Adel; * mittleres Buergertum: freie Berufe und Beamte (Fuehrer der Revolution); * Kleinbuergertum: Ladenbesitzer &c (Jakobiner); * unterste Schicht: Diener, Arbeiter; * Landbourgeoisie: grundbesitzende Bauern; * Kleinbauern: Bauern mit Nebenjobs; * Paechter: Bewirtschafter von Gutern; * Landproletariat: Tageloehner &c; Verschaerfung der Situation: * Bevoelkerungsexplosion 1750; * => Nahrungsknappheit; * keine Lohnerhoehung => guenstig fuer Grossbuergertum; * teilweise Ueberproduktion, teilweise Missernten; * teilweise freie Wirtschaft kommt nur Grossbuergertum zugute; * Staat verschuldet, 7-jaehriger Krieg mit USA gegen GB; * uneinsichtige Privilegierte; Schlagwort des Absolutismus: "L'‚tat, c'est moi !" (Koenig Ludwig 14. zugeschrieben); Regierungsentscheidungen auf der Basis des Egoismus des Koenigs; Koenig ist Koenig auf Gottes Gnade; --------- Ideologische Praemissen ------------ Philosophien ueber neuen Staat schleichen sich von England und aus den USA in gehobenere Kreise aller Staende in Frankreich ein; Regierung unternimmt nichts gegen Reformideen (was nicht sein darf, kann nicht sein); "Wage, Dich Deines Verstandes zu bedienen"; "Der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmuendigkeit"; John Milton (1608-1674): * Freiheit ist angeborenes Recht goettlichen Ursprungs; * Widerstand gegen unrechte Herrscher erlaubt; John Locke (1632-1704): * Verteidigung des Individuums gegen Staat, Grundrechte; * Vernunft; * Staatshoheit beim Volk; * Religionsfreiheit; * Gewaltenteilung; * Trennung von Staat und Kirche; Jean-Jacques Rousseau (1712-1778): * fuer die Demokratie; * Staat als Gesellschaftsvertrag; * glaubt an das Gute im Menschen; * Regierung soll den allgemeinen Willen durchsetzen, das Gute; * glaubt allerdings, dass Grundbesitz Verderben sei; Anne Robert Jacques Turgot (1727-1781): * wollte Wirtschaftsreform; Montesquieu (1689-1755): * Trennung der Gewalten in Legislative, Exektutive und Jurisdiktion; * Legislative beim Volk; * hoehere Staende mehr Stimmen; * Koenig hat Exekutive; Abb‚ Emmanuel SieyŠs (1784-1836): * Flugschrift "Was ist der Dritte Stand ?" ------------ Verlauf der Revolution ----------- Beschwerdebriefe der Gemeinden enthalten Forderungen: * Freiheit; * Verfassung; * Staatsfinanzkontrolle; * Dezentralisierung; * keine Antastung der Monarchie oder Kirche; Einberufung der Generalstaende wird zugelassen, 5.5.1789; Als die Bersammlung nichts bringt, erklaeren sich die Abgeordneten des 3. Standes zur Nationalversammlung; Unruhen im Lande, Buergermiliz stuermt Bastlle am 14.7.1789; Nationalversammlung schafft Feudalrechte ab, verkuendet Buergerrechte, schafft Departements, reformiert Gerichte, verstaatlicht Kirchengueter, reformiert Kirche; Koenig flieht 1791, wird aber wieder eingefangen und muss nach Paris zurueck; Unruhen, Frankreich erklaert Staaten Europas den Krieg; Jakobiner uebernehmen Parlament nach Stuermung desselben durch das Volk; Jakobiner: * Bergpartei (radikal) * Girondisten (gemaessigt) Die Republik wird ausgerufen und Koenig Ludwig 16. getoetet; Schreckensherrschaft unter den Jakobinern mit Robespierre setzt ein (Terror gegen alle Verdaechtigen); Preise und Loehne muessen kuenstlich festgesetzt werden; demokratische Verfassung kann wegen Unruhen nicht eingefuehrt werden, Robespierre regiert diktatorisch (Wohlfahrtsausschuss); Gesetz gegen die Verdaechtigen: Jeder kann ohne Angabe von Gruenden festgenommen werden; anfangs noch Verteidiger; nur Freispruch oder Todesstrafe; Sansculotten helfen Jakobinern; Konvent wegen Terrorwellen verunsichert, laesst Jakobiner hinrichten; Macht geht an "Maenner der Mitte" (Thermidorianer), Terror wird aufgehoben, Buergertum regiert; "Direktorium" beginnt seine Macht gegen u.a. Kommunisten radikal zu sichern; 1799 Staatsstreich Napoleons; Napoleon beginnt Friedenspolitik, ist beliebt, wird Kaiser; Frankreich nahm den Weg Absolutismus->Konstitutionelle Monarche->Buergerliche Republik->Totalitaere Diktatur und zurueck; Schlagwort des aufgeklaerten Absolutismus: "Der Herrscher ist der 1. Diener seines Staates."; Regierungsentscheidungen auf Basis der Staatsraison; (Vertreter: Voltaire, Physiokraten) ------------------------------------------------------------------------------ INDUSTRIALISIERUNG ------------------------------------------------------------------------------ -------- vorher ----------- Heiraten ueber Klassen hinweg verboten, Sterbefaelle hoch, Missernten, Krankheiten, keine Hygiene => wenig Bevoelkerung; Meister arbeitet mit Gesellen; Zunft: Zusammenschluss aller Meister eines Gewerbes; Im Mittelalter nur Handwerk und Zuenfte, daher geringes Wirtschaftswachstum, keine Konkurrenz, keine Innovation, Qualitaets- und Preisfestlegung; Verarmung => weniger Bedarf => strengere Zuenfte; Daneben existiert immer mehr freies Handwerk; Verarmte Kleinmeister wenden sich an kapitalstarke Verleger, um noch nicht gesaettigten Fernhandel zu erschliessen; Wachsende Aufgaben der Verleger: Ware vertreiben, Rohstoffe stellen, Werkzeuge stellen; Manufakturen entwickeln sich (Ansammlung von Arbeitern); ------- nachher -------- Fabriken entwickeln sich (Ansammlung von Arbeitern mit Maschinen); Handwerker wird zum Arbeiter, Arbeitskraft zur Ware, Produkte zum Konkurrenzobjekt; Industrialisierung beginnt 18## in GB, da: * Welthandel => Lockerung der Staendegesellschaft; * immer mehr Grossgrundbesitzer produzieren Schafwolle => keine Landzersplitterung * debuggte Landwirtschaft => erhoehter Lebensstandard; * groessere Bevoelkerung => groessere Nachfrage; * Welthandel & Kolonien => Kapitalerhoehung; * Calvinismus => Arbeitsmoral, Erfindungen, Verlagswesen; Viele ideelle Innovationen (Arbeitsmoral, Arbeitsteilung, Genuegsamkeit, Leistung...); Erfindung der Dampfmaschine und des Webstuhls; Erfindungen kommen langsam auch nach D, dort gute Bedingungen wegen Zollverein; Bessere Medzin, Welthandel => Bevoelkerungswachstum; Wirtschaftsliberalismus: Angebot und Nachfrage regeln den Preis; Kapitalbeschaffung: * Reinvestition; * Teilhaber; * Kommandantisten (jeder bringt was mit, trifft Entscheidungen); * Aktionaere (kleine Stueckelung des Kapitals); * Banken; * Hypotheken; Gewerbereform: * Proletarisierung der Handwerker (zu Arbeitern); * Menschen am Existenzminimum (Pauperismus); * Hoffnungslosigkeit fuer Arbeiter; * Ueberproduktionskrisen, Absatzmangel; Deutsches Reich 1871-1918: * Nachtwaechterstaat (D 1871-1918): sorgt aeusserlich und innerlich fuer Ruhe, laesst Wirtschaft unangetasten; guenstig fuer Unternehmer; * Zensuswahlrecht; * keine Aufstaende, da: Nationalismus, mangelnde Bildung, straffe Organisation; * Bismarck von Sozialistengesetzen zu Solzialgesetzen; Kommunisten wollen Revolution; Lasalle 1860: * gleiches Wahlrecht; * Reformen fuer Arbeiter, keine Revolution; * ehernes Lohngesetz: Lohn bewegt sich am Existenzminimum; * Staat muss sich um Arbeiter kuemmern; Marx' Entfremdungstheorie: Arbeiter arbeitet nicht mehr fuer sich => keine Identifikation mehr; Marx' Ansatz: mehr Maschinen => Verelendung der Massen => Solidarisierungseffekt => Radikalisierung => Diktatur des Proletariats => klassenlose Gesellschaft; Marx' Akkumulationstheorie: Arbeiter arbeitet => Kapitalist reicher => kauft Maschinen => Arbeiter entlassen; Teufelskreis: Armut der Eltern => Kinderarbeit => schlechte Ausbildung => schlechtbezahlte Jobs => GOTO BEGIN; Staende: durch Geburt festgelegt; Klassen: durch gemeinsames Interesse festgelegt; Schichten: durch Bildung und Einkommen festgelegt; Kasten: religioes festgelegt; ------------------------------------------------------------------------------ DIE WEIMARER REPUBLIK ------------------------------------------------------------------------------ #DEFINE WR "Weimarer Republik"; 1919..1923: Krisenjahre; 1924..1929: Konsolidierungsphase; 1930..1933: Niedergang (Weltwirtsachaftskrise); Entstehung der WR als erzungene Demokratie fuer Deutschland nach dem verlorenen 1. Weltkrieg; Im Friedensvertrag (Versailler Vertrag) wird Deutschland die alleinige Kriegsschuld zugeschrieben, enorme Reparationskosten verlangt und Deutschlands Autoritaet eingeschraenkt. Revisionismuspolitik (Rueckgaengigmachung des Versailler Vertrages); Volk sehnt sich nach Kaiser; ---------- Staatsaufbau -------------- Demokratie ohne Demokraten; Parteien nicht in Verfassung gesichert; "Verhaeltniswahlrecht": Prozentuale Verteilung der Stimmen entspricht der prozentualen Verteilung der Sitze im Parlament; Kleine Parteien Zuenglein an der Waage; "Interessenspartei": Partei, die eine bestimmte Waehlergruppe vertritt; "Gesinnungspartei": Partei, die eine Gesinnung vertritt; "Gesamtliberalismus": freiheitlich demokratische Grundordnung (Wahlen, Buerger- & Menschenrechte, Gewalteteilung) (DVP); "Foederalismus": Laender mit einzelnen Kompetenzen, Bundesstaatlichkeit; Reichsrecht bricht Landesrecht; Ein Problem soll dort behoben werden, wo es auftritt; "Reichsrat": Vertretung der Laender; Stimmen je nach Groesse; Praesident: In der WR sehr maechtig; Kaiserersatz ("Halt ueber Legislaturperioden hinweg"); Praesidialdiktatur; konnte Notstand ausrufen, Parlament absetzen; In der WR fast nur Interessensparteien: Interessensparteien sehr aengstlich um jeweilige Zielgruppe, lassen keine Entscheidungen durchkommen => Koalitionen zerbrechen dauernd, haeufiger Regierungswechsel; NSDAP (NationalSozialistische Deutsche ArbeiterPartei); DNVP (DeutschNationale VolksPartei): Kaisertreue und Grossbuergertum; Landbund: Bauern; DVP (Deutsche VolksPartei): Nationalliberale; Wirtschaftspartei: sehr klein, da wenig Wirtschaft, kann die Probleme der Mittelschicht nicht loesen; BVP (Bayrische VolksPartei): entspricht CSU; Zentrum: Katholiken, Orthodoxe durch alle Bevoelkerungsschichten, entspricht CDU; KPD (Kommunistische Partei Deutschlands); "Raetesystem" (Sowjetsystem, nicht in der WR): Raete werden nach Auftrag deligiert (imperatives Mandat); alles muss von unten nach oben beschlossen werden; zu langsam; Abgeordnete der WR: an Gewissen gebunden; Wahlen in der WR: allgemein, gleich, unmittelbar, geheim; "einfache Stimmmehrheit": mehr als 50%; "qualifizierte Mehrheit": mehr als 66%; "relative Mehrheit": am meisten Stimmen; "Normenkontrollverfahren": Ueberpruefung, ob ein Gesetz verfassungskonform ist; "Kabinett": Kanzler + Minister; Verfassung der WR (nach Hugo Preuss): * Praesident stark (Halt ueber Legislaturperioden hinweg); * Foederalismus; * Wahl alle 4 Jahre; * Grundrechte nicht ausreichend gesichert; * Artikel 48: Notstand, Aufhebung der Grundrechte; vom Praesidenten ausgerufen (Befuerchtung eines zu schwachen Staates); * Praesident kann Parlament absetzen (falls dieses es zu nichts bringt); => bei einem demokratischen Praesidenten ideal; BRD <> WR: * 5%-Klausel (Keine Splitterparteien); * 1.-Stimme bevorteilt grosse Parteien (Keine Splitterparteien); * Extreme verboten (staerkung der Demokratie); * weniger ideologische und berufliche Diskrepanzen in der Bevoelkerung; * Praesident nicht vom Volk gewaehlt (keine populaeren Unfaehigen); WR demokratischer als BRD: * mehr Parteien (Splitterparteien); * man konnte alles waehlen (demokratieschaedigend); * Praesident direkt gewaehlt (evtl. unfaehig); * Volksbegehren und Volksentscheid (evtl. Demagogie); Gruende fuer den Untergang der WR: * Demokratie ohne Demokraten; * Verlorener Krieg => Instabilitaet => wird der Demokratie angelastet; * personelle Kontinuitaet, alle Beamten kaisertreu; * Praesidialdiktatur ("parlamentarisch-autoritaerer Doppelcharakter"); * Parteien vertrauen auf Praesidenten als Schlichter; * Splitterparteien, keine Mehrheit; * 1/3 der Waehler waehlen republikfeindliche Parteien; * Weltwirtschaftskrise wird der Demokratie angelastet; ----------------------------------------------------------------------------- DAS DRITTE REICH ------------------------------------------------------------------------------ "Praesidialdemokratie" in F und USA; "Obstruktion": Befehlsverweigerung; "Resolutionsrecht": Recht, abschliessend zu sprechen; "Novemberverbrecher": Unterschreiber des Versailler Vertrages unter Hintergehung des Kaisers; "Dolchstosslegende": Novemberverbrecher verhindern Sieg Deutschlands; Hindenburg selbst schrieb allerdings, dass der erste Weltkrieg nicht mehr zu gewinnen war; 1933..1934: Phase der Gleichschaltung (1934 Tod Hindenburgs); 1934..1939: Ausbau und Verfestigung der NS-Herrschaft (1939 Einmarsch in Polen); 1939..1945: Kriegszeit (1945-05-08 Tag der bedingungslosen Kaptitulation); Antisemitismus: * Juden sollen Schuld an Kreuzigung Jesu haben; * Juden duerfen keinen ehrlichen Beruf ausueben --> Juden in die Zinsleihe; * bei Nichtbezahlung der Christen Erhoehung der Zinsen, Unliebsammachung; * "Judenregal": Steuer fuer Schutz vom Kaiser; * Juden Suendenbock fuer Epedemien; * Kreuzzuege; * Judenemanzipation unter Friedrich II (1807 Hardenberg); * zunehmende Wichtigkeit der Juden, auch wg. der Industriellen Revolution; * WR schaetzte Juden; * Grundlage des NS-Antisemitismus in Hitlers Wiener Jahren; "Klasse": durch gemeinsame Interessen festgelegte Bevoelkerungsschicht; Hitler will keine Klassen, sondern ein einiges Volk; Kaiserreich: Patriotismus, Militarismus und Imperialismus haelt Volk zusammen; Heer ist "Schule der Nation"; Ab 1925 tritt Hitler nicht mehr martialisch, sondern gutbuergerlich auf; Jedem wird gesagt, er sei wichtig; Grossindustrielle werden durch Auftraege gekoedert (Selbstverwirklichung); Hitlers Puffer: Da sich Hitlers Untergebene durch Kompetenzueberschneidungen stets Konflikte lieferten und sich Proteste aus dem Volk nur gegen sie richteten, blieb Hitlers Position selbst unangefochten; => Anstieg von Untertanengeist und Denuntiantentum; Wichtige Leute: * Albert Speer: Koordinator; * Joachim Ribbentrop: Reichsaussenminister; * Joseph Goebbels: Propagandaminister; * Alfred Rosenberg: Ideologe; "Korporal": Militaerischer Ausbilder; "Korporalsgeist": Befehlsgehorsam, Disziplin, Obrigkeitsglaube, Kadavergehorsam, Militarismus; Kontinuitaet: * personelles Kontinuum (Beamte, Richter); * Korporalsgeist; * Kriegsverherrlichung (Germanentum, Krieg germanisch); 1. Mai 1933 als "Tag der Arbeit" gefeiert; Am 2.5.1933 Gewerkschaften zerschlagen; Am 10.5.1933 Deutsche ArbeitsFront (DAF) gegruendet; soll Gewerkschaften ersetzen; Mitglieder sind Arbeitgeber und Arbeitnehmer; Ziel: Verhinderung von Streiks; Vorbereitete Strategien werden (auf kuenstlichen Anlass) ploetzlich umgesetzt => Eindruck von Agilitaet und Kompetenz; Reichserbhofgesetz: Flurbereinigung, Vererbung nur en bloque; Schutzhaftparagraph: Jeder kann ohne Angabe von Gruenden unbestimmt lange ohne Inhaftierungsverfahren verhaftet werden; (aehnelt dem "Gesetz gegen die Verdaechtigen" der Franzoesischen Revolution); Geldbeschaffung: * Gewerkschaften und Juden Geld weggenommen; * Reichskristallnacht; * fuer virtuelle Firma Mefo Wechsel verkauft; * allen Banken Geld der Sparbuecher weggenommen; * Optionsscheine an neuen Autos verkauft (die nicht geliefert wurden); * Zinsen des eingestrichenen Bargelds; * nie Anleihen zurueckgezahlt, bei Zahlungsunfaehigkeit Krieg begonnen; Reichsarbeitsdienst: Leute arbeiten (Spaten), freie Kost und Logie plus 50Pf Arbeitslohn => Leute sind von der Strasse weg; Wirtschaft: * mehrere Wirtschaftsplaene; * Preis- und Lohn-Festlegungen (Geste fuer die Arbeiter); * Ziel: Deutschland soll kriegsbereit sein, Autarkie; * Krieg unausweichlich wegen Zahlungsunfaehigkeit; * Vermeidung des Inflationstraumas; Hitler erhaelt grundsaetzlich alle Pfeiler des Kapitalismus, also auch die Banken; Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums: * Jeder kann entlassen werden; * Nichtarier raus; * Nur Nazis; Gleichschaltung: * der Legislative durch Ermaechtigungsgesetz; * der Parteien, NSDAP einzige Partei; * der Laender zu Gauen; * der Jurisdiktion durch Austausch der Richter; * der Wirtschaft (DAF); * der Gesellschaft (Berufsverbaende); * der Familie (BDM, HJ, Schule); * der Kultur (Reichskulturkammer); 1933 Konkordat zwischen Papst und Deutschland, Vatikan zieht sich zurueck: Propaganda will etwas verkaufen (Politik), ist immer der kleinste gemeinsame Nenner, mit dem nan jeden erreicht; Widerstand: * einende Idee fehlte; * keine Ideen fuer die Zeit danach (erst recht keine Demokratie); * Gleichschaltungssystem funktionierte bis zum letzten Tag; * Obrigkeitsglaube aus aufgeklaertem Absolutismus; * keine Widerstandstradition; * Informationen fehlten; * Mangel an Koordination; CMP Franzoesische Revolution: Kein Widerstand von unten, sondern von oben; Militaerischer Widerstand: * Kreise um Becks und Goerdeler; * Militaer hat Durchblick, Erinnerung an seine Unabhaengigkeit, Kampf an aussichtsloser Front; * Ziel: Frieden fuer Europa, bevor Deutschland ganz besiegt; Entnazifizierungsstrategien: * GB, USA: nachlassende Verfolgung, Wiederaufbau; * UDSSR: nimmt KZs in Betrieb; * F: hartnaeckige Verfolgung; * Nuernberg schafft Praezedenzfaelle, da kein internationales Recht; Kritik an Nuernberger Przessen: * Voelkerrecht wird auf Einzelpersonen angewandt; * Gesetz ist rueckwirkend; * nur Siegermaechte vertreten; * keine Kritik an Siegermacht-Verbrechen; * Beweislast liegt beim Angeklagten; Faschismus: * militante rechtsgerichtete Bewegung; * antikommunistisch, antisozialistisch; * nationalistisch; * antiliberal; * antidemokratisch, antiparlamentarisch; * kaempferische Mobilisierung der Massen; * Unterordnung des Individuums; * Konzeptions- und Programmlosigkeit => starke Bewegung, unfaehige Regierung; Tragende Konzepte: * Fuehrerprinzip * Nationalismus * Militarismus; * Autarkie; * Staerkung der Kontrollorgane; Faschistische Bewegungen: * F (vergessen); * D Nationalsozialismus; * E Falange; * H; ------------------------------------------------------------------------------ AUS GESCHICHTE LERNEN ? ------------------------------------------------------------------------------ Grundpfeiler der Geschichte: * Geographie; * Chronologie; * Genealogie; Hilfswissenschaften der Geschichte: * Archaeologie; * Statistik; * Juristerei; * Heraldik * ... Ziel der Geschichte: Herausfinden der historischen Wahrheit; methodische Wahrheitsfindung; Gegenwart erklaeren; Geschichte ist ein Prozess, das Ergebnis menschlichen Handelns; Geschichte vermittelt Erklaerungsmodelle;